Eigendiagnose - „Black-Box-Diagnostik“

 

Wir stellen ihnen hier die Eigendiagnose bzw. „Back-Box-Diagnostik“ anhand eines Interviews vor das wir mit Petra Grill geführt haben und der Definition von Peter Pantucek.  Das gesamte Interview sowie einige unserer Methoden finden sie unter folgenden Link und auf der Website von Peter Pantucek. Für die Veröffentlichung unserer Methödchen wollen wir uns an dieser Stelle recht herzlich bedanken.

Unsere Methödchen

Lüdtkes Blackbox    auf www.pantucek.com


- Was genau verstehen Sie unter Black Box Diagnostik?

Sie kennen ja die Definition aus Peter`s Buch „Soziale Diagnostik“, dem schließen wir uns da natürlich an. Wir gestehen den Klienten die Autonomie zu, sich für den Sozialarbeiter als „BlackBox“ zu präsentieren. Es stellt eine unserer Grundlagen in der Gesprächsführung dar, nicht dass wir „klüger“ werden oder Situationen besser einschätzen können, ist das Ziel einer Beratung, sondern dass der Klient sein Handeln im Kontext  versteht und besser einzuordnen weiß und so seine individuellen Lösungsansätze findet, das ist die oberste Prämisse.

Wir verstehen unser Handeln weniger als Helfen, sondern eher als Zeigen und Unterstützen von verschiedenen Möglichkeiten und Zusammenhängen. Die Antworten muss der Klient nicht uns geben, er soll durch die Gespräche und Verfahren befähigt werden, sie sich selbst zu geben, was die Antworten natürlich viel intensiver gestalten lässt, da gerade im Suchtbereich gegenüber Professionellen die Wahrheit von vielen Klienten gebeugt wird. Diese Methode verlangt jedoch vom Professionellen sehr viel Gefühl, da ja ein Teil der Antworten verborgen = in der BlackBox quasi unsichtbar für ihn erscheinen, er aber dennoch das Gespräch weiterhin gleichmäßig schwingen lassen sollte.

Wir verstehen die BlackBox Diagnostik daher zum Einen als Teil unserer Gesprächsführung und Wertschätzung gegenüber dem Klienten, zum Anderen als Sammlung von Verfahren, welche die Eigendiagnostik des Klienten fördern bzw. ermöglichen sollen, von daher auch im Sinne einer Förderung der Selbstreflexionsfähigkeit.

Das gesamte Interview und einige Methoden finden Sie unter den obigen Links.

 

Definition der „Black-Box-Diagnostik“ nach Peter Pantucek

„Was ich hier als „Black-Box-Diagnostik“ bezeichne, sind Verfahren, die ganz  klar nicht darauf abzielen, dass die SozialarbeiterInnen klüger werden, sondern dass die KlientInnen ihre Handlungsfähigkeit verbessern. Diese Verfahren sind in dem Sinne diagnostisch, als sie auf die strukturierende Bewertung von Situationen zielen und dass sie unter Anleitung/Organisation der SozialarbeiterInnen sattfinden. Ihr  Black-Box-Charakter besteht darin, dass die SozialarbeiterInnen nicht die Kontrolle über die Inhalte des Prozesses haben, in manchen Fällen sogar das Ergebnis nicht erfahren, sondern nur die Schlussfolgerungen daraus.“(1)



[1] Pantucek, Peter (2012): Soziale Diagnostik. Verfahren für die Praxis Sozialer Arbeit. 3., aktualisierte Auflage. Wien, Köln, Weimar. Böhlau. S310